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Ungewollte Erotik im Bett - Beischlaf im Tiefschlaf
Wenn Menschen während ihrer Nachtruhe unbewusst sexuell aktiv werden, ruft das bei den Betroffenen oft Scham und Schuldgefühle hervor. Forscher wollen die Störungen nun genauer analysieren.
Ein 38-jähriger Mann weckt seit Jahren zwischen drei und fünf Uhr morgens seine Frau auf, zieht sie aus und schläft mit ihr. Dabei sind seine Augen glasig, er befindet sich in tiefem Schlaf.
Eine 26-jährige Frau reißt sich in der Nacht die Kleider vom Leib, masturbiert
und stöhnt dabei - wenn ihr Mann sie aufweckt, kann sie sich an nichts erinnern.
Schilderungen, die nach drittklassiger Erotikliteratur klingen. Und doch handelt es sich um Fälle, die in wissenschaftlichen Publikationen beschrieben wurden. Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe sexueller Verhaltensweisen, die im Schlaf auftreten oder mit einer Schlafstörung einhergehen.
Doch sie sind so selten, dass sie weitgehend unbekannt sind. Selbst die Betroffenen wissen oft nicht, was hinter ihrem zum Teil bizarren Verhalten steckt. Schlafforscher der Universitäten in Stanford und Minneapolis (USA) haben nun erstmals versucht, eine Klassifikation dieser auch als “Sexsomnien“ bezeichneten Störungen zu erstellen
Die oben beschriebenen Fälle gehören demnach zur Kategorie “Parasomnien mit sexuellen Auffälligkeiten“. Bei den Parasomnien, unter die auch das Schlafwandeln fällt, zeigen die Betroffenen im Tiefschlaf aktive Handlungen, an die sie sich beim Aufwachen meist nicht erinnern können.
Ähnlich wie bei einer weiteren Kategorie, den sexuellen epileptischen Anfällen im Schlaf, können solche Episoden mit Stöhnen, Masturbation und mit Geschlechtsverkehr einhergehen. Auch schmerzhafte Erektionen, die beim Aufwachen sofort verschwinden, werden zu den Parasomnien gezählt.
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Nachricht vom
24.6.07 09:57
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